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Krypto-Trojaner Locky wird über Javascript-Dateien verbreitet

Der auf Windows-Rechner zielende Verschlüsselungs-Trojaner Locky wird inzwischen auch über Skript-Dateien verbreitet, die täuschend echt aussehenden Rechnungs-Mails anhängen. Zuvor nutzten die Täter vor allem Office-Dateien mit Makro-Code und Exploit-Kits, um den Schädling unter die Leute zu bringen. Durch den neuen Verbreitungsweg waren die Online-Ganoven den Virenscannern wieder einen Schritt voraus.

 

Get Locky - mit Javascript

Am Freitagmorgen verschicken die Online-Erpresser massiv Mails im Namen eines Ludwigsluster Wurstherstellers. Am Freitagmorgen begannen die Täter, verseuchte Mails über ein Botnet zu verschicken. Der variierende Betreff lautet etwa Rechnung Nr. 2016_131, der Absender zum Beispiel fueldner6D@lfw-ludwigslust.de. Der Empfänger wird im Namen der Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH in einwandfreiem Deutsch aufgefordert, die angehängte Rechnung zu öffnen und den Adressaten zu korrigieren. Im Anhang findet sich ein ZIP-Archiv nach dem Muster RG843841155137-SIG.zip, das eine Javascript-Datei enthält. Wer neugierig geworden ist und das Skript ausführt, fängt sich umgehend den Verschlüsselungs-Trojaner ein.

Eine Analyse des obfuskierten Skripts zeigt, dass es sich um einen Downloader handelt, der den eigentlichen Locky-Trojaner nachlädt und ausführt. Locky durchsucht anschließend die Festplatte und Netzwerkfreigaben und verschlüsselte alle Dateien, die seinem Besitzer potenziell lieb und teuer sind: Dokumente, Bilder, Projekte und mehr. Wer wieder auf die Dateien zugreifen will, soll ein Lösegeld in Höhe von 0,5 Bitcoin zahlen – umgerechnet rund 190 Euro. Was man im Fall der Fälle möglicherweise noch retten kann, ohne auf die Forderung des Erpressungs-Trojaners einzugehen, wird in "Krypto-Trojaner Locky: Was tun gegen den Windows-Schädling" beschrieben .

BSI rät zu Backups

Wer auf Nummer sicher gehen will, muss seine Dateien sichern. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) macht aktuell darauf aufmerksam, dass: "regelmäßig angelegte Daten- und System-Backups im Falle einer Infektion durch einen Verschlüsselungs-Trojaner (Ransomware) oft die einzige Möglichkeit [sind], die betroffenen Dateien und Systeme wiederherzustellen und größeren Schaden zu vermeiden." Dabei ist darauf zu achten, dass der Sicherungs-Datenträger nicht dauerhaft mit dem System verbunden ist, da der Trojaner sich auch über USB-Festplatten und -Sticks hermacht.

Das BSI empfiehlt, auch jene Daten zu sichern, die sich auf Smartphone, Tablet und auf einem Cloud-Speicher befinden. Tatsächlich kann Ransomware wie Locky auch Dateien in der Cloud verschlüsseln, wenn Ordner des befallenes Systems automatisch mit Internetspeicher synchronisiert werden. In diesem Fall wird das Synchronisations-Tool die Datei in der Cloud nach dem Befall durch die verschlüsselte Version ersetzen.

Gegen den Verschlüsselungs-Trojaner Locky ist noch kein Kraut gewachsen. Umso wichtiger ist eine hinreichende Vorsorge, damit bei einer Infektion keine Dateien unrettbar verloren gehen. Deswegen sollten Computernutzer einiges beachten.

Hinweise zur Vorsorge und zur Datenrettung finden im Beitrag von heise.de

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Quelle heise.de - Ronald Eikenberg